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Hältst du dich gerne an Regeln?

In den letzten Wochen habe ich das erste und zweite Buch der Könige gelesen. Was mich dabei sehr bewegt hat war, dass jeder König eine Bewertung erhält. Das Bewertungssystem ist sehr einfach. Entweder tat der König was Gott gefiel oder eben nicht. Einige Könige regierten Jahrzehnte, schlugen erfolgreich Schlachten, errichteten grosse Bauten und taten Grosses. Aber alles, was über sie im Buch der Könige geschrieben steht, ist: Sie taten was böse war in den Augen des Herrn. Prädikat: Unbrauchbar! Ganz schön krass, oder?

Ich treffe immer wieder auf Menschen, die Gott als viel zu streng oder ungerecht abstempeln und deshalb nichts mit ihm zu tun haben wollen. Dabei vergessen sie, dass es in unserer Gesellschaft überall Regeln gibt und diese nicht von Gott, sondern von Menschen gemacht sind und als «gut» befunden werden. Im Sport zum Beispiel hat jede Sportart ihre Regeln und wer sich nicht daran hält, wird disqualifiziert, selbst wenn er hervorragende Leistungen erbringt. Tatsache ist, dass es im Zusammenleben Regeln braucht. Einige erscheinen uns sinnvoll, andere übertrieben.

Beim Lesen der Bibel merkt man sehr schnell, dass sich Gottes Regeln dadurch auszeichnen, dass ihre Einhaltung uns Segen und Leben bringen. Und zwar nicht nur für uns selbst, sondern wir werden dabei zu Menschen, die Segen, Liebe und Leben verbreiten. Darum legt Gott bei den Verantwortungsträgern umso mehr den Finger darauf. Manchmal ertappe ich mich selbst dabei, dass mich dies unter Druck setzt und ich lieber keine Verantwortung für andere Menschen übernehmen will. Aber dann erinnere ich mich an Johannes, der schreibt:

«Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.» 1 Johannes 5,3

Und während ich Gottes Wort im Herzen bewege, bricht auf einmal Gottes Liebe durch und ich spüre seine Sehnsucht nach mir und danach, dass seine Liebe und das Leben weiter zu allen Menschen getragen werden. Dann umarme ich sein Wort und merke, dass ich geleitet vom Heiligen Geist auf einmal gar nichts mehr falsch machen kann.

Herzliche Grüsse – Anette

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