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Schau den Menschen in die Augen!

Ich bin auf die Post gegangen, war voll maskiert und hatte eine dunkle Sonnenbrille auf. Normalerweise wäre ich verhaftet worden, da die Leute mich für einen Posträuber gehalten hätten. Doch die Zeiten ändern sich… Man wird viel eher verhaftet, wenn man nicht wie ein Posträuber aussieht. Auf alle Fälle bringen die allgegenwärtigen Masken eine Anonymisierung der Gesellschaft mit sich, welche ganz und gar nicht gut ist!

Geht es dir auch so? Es fällt einem viel zu leicht, die Menschen nicht mehr als das wahrzunehmen was sie in Wirklichkeit sind, nämlich Persönlichkeiten mit Gefühlen, Geschichten, Freuden und Leid. Weil wir oft nur noch wandelnde Masken um uns herum sehen, werden die Menschen, ohne dass man das will, zu anonymen und gesichtslosen Gestalten, die, so scheint es, uns nichts angehen. Gleichgültigkeit ist die Folge davon. Das Gegenteil von dem, was Jesus möchte, nämlich, dass wir den Menschen sehen und ihn lieben!

Darum habe ich es mir zum Ziel gemacht, wann immer es möglich ist, die Menschen um mich herum noch viel bewusster wahrzunehmen. Ich möchte die Menschen als Personen erfassen, mich berühren lassen und die Stimme des Heiligen Geistes hören. Ich habe begonnen, bewusster als sonst, den Menschen um mich herum mit einem freundlichen Blick und einem Segen im Herzen kurz in die Augen zu schauen. Jedes Mal kommt es mir so vor, als ob wir gerade ein Stück Normalität zurückgewonnen hätten und der drohenden Kälte eins ausgewischt haben. Oft blitzen die Augen meines Gegenübers auf, ein Lächeln hinter der Maske…ich erkenne die Persönlichkeit und das Leben strömt…

Lass es uns Jüngern durch keine Barriere nehmen lassen, den Menschen in der Liebe Jesus zu begegnen. Was sind deine Erfahrungen?

Jesus isch Sieger! – Hansjörg Stadelmann

Ps: Hier noch eine interessante Sicht auf die Masken aus der Hundeperspektive:

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