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Gebahnte Wege in unseren Herzen

Wie die meisten wissen habe ich in der letzten Woche 10 Tage in Quarantäne verbracht. Für mich wurde diese Zeit zu einem gewaltigen Segen. Stunden habe ich in Gottes Gegenwart verbracht, habe Reinigung, Heilung, Wiederherstellung und viel Ermutigung erfahren. Neben Zeiten im Gebet und in der Anbetung ist mir die Kostbarkeit der Bibel wieder neu aufgegangen und ich begann ganze Passagen auswendig zu lernen. Besonders berührt hat mich dabei Psalm 84. 

Der Psalmist startet viele seiner Sätze mit „Wohl dem…“ das heisst so viel wie „glücklich zu nennen sind die welche…“ bzw. „wer so handelt, dem wird alles zum Wohl/zum Besten dienen.“ Hier einige Beispiele:

„Wohl denen, die in Gottes Haus zuhause sind. Sie preisen ihn allezeit.“ Kannst du dich an unser Wochenende letztes Jahr erinnern, als wir gemeinsam den Weg ins Heiligtum gingen? Dieses Eintreten in Gottes Gegenwart, in seine Wohnstätte ist allen gegeben, die umgekehrt und von neuem geboren sind und jetzt Jesus nachfolgen. Wenn wir in seine Gegenwart eintreten können wir gar nicht anders als ihn zu loben und zu preisen.

Unser Geist verbindet sich mit Gottes Geist und unser innerer Mensch wird, wie Paulus es im 2.Kor 4,16 beschreibt, täglich erneuert, unabhängig von allen Lebensumständen. Wohl uns, die wir in Gottes Haus zuhause seinen dürfen. Lasst uns IHN anbeten allezeit.

„Wohl dem Mensch, dessen Stärke in DIR (Gott) liegt“ oder „Oh, Herr der Heerscharen, wohl dem Mensch, der auf DICH vertraut“. Das ist das wohl älteste Geheimnis unseres Glaubens: Wir vertrauen nicht auf unsere Stärke, sondern unsere Stärke liegt in Gott. Ob wir uns stark oder schwach fühlen, viel haben oder wenig, Lösungen bereits sehen oder noch danach ringen ist eigentlich egal. Gottes Stärke ist immer die gleiche, souverän, unbezwingbar. Lass uns also alles aus seiner Kraft und im Vertrauen auf ihn tun.

„Wohl denen, in deren Herzen gebahnte Wege sind. Wenn solche durch das Tal der Tränen gehen machen sie es zu lauter Quellen und der Frühregen bedeckt es mit Segen. Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Zion“ Ist das nicht eine gewaltige Verheissung? Was genau aber heisst es, „gebahnte Wege“ in unserm Herzen zu haben? Mich erinnert dieser Vers sehr an Eph 2,10. Wir sind Gottes Schöpfung, erschaffen in Jesus zu guten Werken, die Gott schon vorbereitet hat. Er hat unsere Wege schon gebahnt, und wer sich entschliesst von ganzem Herzen nach diesen Wegen zu fragen und auf ihnen zu laufen, der hat gebahnte Wege im Herzen und im Handeln. Wo er hinkommt, egal ob es tiefe Täler oder grosse Höhen sind, bringt er Leben. Ist es nicht genau das, was unsere Welt im Moment so dringend braucht? LEBEN, ZUVERSICHT, LIEBE, STÄRKE und VERTRAUEN.

Wohl uns, die wir auf all dies Zugriff haben. Lasst es uns nicht für uns behalten, sondern überfliessend weitergeben.

Herzlich – Anette Schütz

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