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Kleine Fragen – grosse Wirkung

Als Hansjörg in seiner letzten Predigt darüber geredet hat, wie wir das Wort Gottes studieren können, ist mir ein kleines Werkzeug in den Sinn gekommen, welches wir in meiner Zeit in Kanada fast täglich verwendet haben.

Eigentlich war es primär dazu gedacht, es an Babyjünger weiter zu geben. Dabei haben wir aber erlebt, dass es für alle grosse Sprengkraft hatte. Doch bevor ich Euch von einem Beispiel berichte – hier noch mal die drei Punkte aus der Predigt, welche bei Umsetzung fast zu 100% garantieren, dass das Wort Gottes für dich lebendig wird:

  1. Lies immer mit dem Heiligen Geist
  2. Wende an was du liest
  3. Gib weiter was du erkannt hast

Ganz unter diesem Vorbild haben wir beim Bibellesen jeweils 3 Fragen an den Text gestellt:

  1. Was sagt der Text über Gott?
  2. Was sagt der Text über mich?
  3. Was kann ich gerade umsetzen?

Dazu gab es folgende Regeln: 

  1. Die Antworten zu den ersten zwei Fragen durften NUR aus dem Text kommen, nicht aus meinem allgemeinen Bibelwissen, Bibellehren und Erfahrungen.
  2. Die Umsetzung musste sehr konkret, zeitnah und überprüfbar sein, so dass ich beim nächsten Treffen davon erzählen konnte.

So haben wir zum Beispiel eines Morgens nur einen einzigen Vers (Phil 2,1) gelesen: «Nicht wahr, es ist euch wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen? Es ist euch wichtig, euch gegenseitig mit seiner Liebe zu trösten, durch den Heiligen Geist Gemeinschaft miteinander zu haben und einander tiefes Mitgefühl und Erbarmen entgegenzubringen?» Was sagt mir der Text über Gott? In seinem Namen ist Ermutigung, seine Liebe tröstet, sein Geist schafft Gemeinschaft…

Was sagt er über mich? Es ist wichtig zu ermutigen, zu trösten, Gemeinschaft zu haben und dabei Mitgefühl und Erbarmen zu zeigen. All das soll nicht aus mir, sondern in Jesus Name, aus Gottes Liebe, inspiriert von seinem Geist passieren.

Was kann ich gerade umsetzen? In Kanada hat mir Gott damals sofort eine Person und eine versteckte Gabe von ihr vor Augen geführt. Ich ging zu ihr und erzählte ihr davon. Sie war total ermutigt und hat daraufhin begonnen ihre Gabe bewusst einzusetzen. Das ist für uns alle zum Geschenk geworden.

In den letzten Tagen habe ich mir diesen Vers wieder besonders zu Herzen genommen. Ich habe Frage 3 mit Gott im Gebet bewegt und dann das Telefon in die Hand genommen und Geschwister aus der city church angerufen. Hier nur einige Beispiele, was Gott dadurch gewirkt hat.

Einer Person konnte ich helfen eine gute Entscheidung zu treffen. Eine wurde getröstet. Mit jemand anders konnte ich einfach mal wieder herzlich lachen. Wir haben zusammen versucht eine Bibelstelle zu knacken und uns im Gebet eins gemacht. Ich konnte jemanden ganz praktisch unterstützen, und beim letzten Telefon habe nicht nur ich selbst eine gewaltige praktische Hilfe bekommen, sondern ich konnte direkt einen Befreiungsschlag am Telefon machen. Zudem hat Gott dabei weitere Schritte im Gebet und in der Praxis aufgezeigt. Halleluja, Gott ist sooo gut und voller Ideen.

Wer mich ein bisschen kennt weiss, dass telefonieren sonst nicht mein liebstes Kommunikationsmittel ist, aber jetzt ist es mir ganz neu zu einem wunderbaren Geschenk geworden. Mein nächstes Projekt wird jetzt ein Treffen mit einer Gruppe von Freundinnen per Skype sein. Ich bin jetzt schon gespannt, was Gott für uns parat hält.

In diesem Sinn habe ich zum Schluss gleich einen doppelten Appell: 
Nutze diese spezielle Zeit, um vertieft und vermehrt das Wort Gottes zu studieren und finde neue Wege Phil 2,1 auszuleben. Vielleicht hören wir uns ja bald mal via Telefon, Skye, Zoom oder WhatsApp?

Gottes reichen Segen

Herzlich, Anette Schütz

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