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Gottes Wirken in Bestform erleben

«Wenn sich Gottes Einheit in Jüngern manifestiert erleben wir Gottes Wirken in Bestform». Was für eine krasse Aussage, die Hansjörg da am Sonntag in seiner Predigt gemacht hat. Wenn man jedoch Jesus zuhört, was sein grösstes Anliegen im Gebet zum Vater war, klingt es nicht viel anders:
«Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.» Joh. 17,22-23
Jesus ringt im Gebt um die Einheit seiner Jünger, damit die ganze Herrlichkeit und Liebe und Vollmacht Gottes sichtbar wird. Wie aber kommen wir zu dieser Einheit? Auch da hat Jesus eine Antwort und zwar in Johannes 14 und 15. Wir sollen in ihm bleiben (also eins sein), und in seiner Liebe. Das geschieht, indem wir seinen Willen tun und seine Gebote halten. So wird Gottes Wirken und seine Liebe für alle sichtbar und wir werden viel Frucht bringen. Ja, wir können ihn sogar um alles bitten und wir werden es erhalten.
Die göttliche Einheit hat also nichts mit Toleranz, gutem Willen und «nett zueinander sein» zu tun. Wir können sie nicht selbst machen, sondern der Heilige Geist wirkt sie in uns, wenn wir uns von ihm lehren und leiten lassen (Joh 14,26). Wahre Einheit ist also nur unter Jüngern möglich, also unter denen, die…

  1. … bei Jesus sind
  2. … das Evangelium verkünden
  3. … heilen und Dämonen austreiben
  4. … taufen
  5. … und zu Jüngern machen

Als WG merken wir immer wieder, dass die Nachbarn berührt sind, wenn sie uns als Gruppe erleben. Sie spüren etwas von dieser Einheit, die die Welt nicht kennt. Besonders eindrücklich habe ich dies auch in Kanada erlebt. Dort habe ich 2 Monate mit Jüngern aus der ganzen Welt verbracht. Je mehr wir uns auf den Auftrag konzentrierten, desto mehr trieb uns dies in Gottes Arme. Aus dieser wachsenden Beziehung zu Gott wurde unser Drang zu verkünden, zu heilen, befreien, zu taufen und zu bejüngern immer stärker. Dadurch wuchsen die Liebe und Einheit unter uns so stark, dass wir immer häufiger gefragt wurden, ob wir Geschwister oder verheiratet seien.

Als wir einmal zu zehnt Pizza essen waren, war ein Kellner so berührt von unserer Ausstrahlung, dass er sofort fragte, was wir denn für eine Gruppe wären. Er war ganz aus dem Häuschen als er hörte, dass wir aus 7 verschiedenen Ländern kamen, 6 verschiedenen Muttersprachen hatten und uns bis vor kurzem noch nicht kannten. Er fragte also, was uns hier zusammenbrachte und wir antwortet wie aus einem Mund «Jesus!». Zuerst musste er lachen, aber es hat ihn doch so beschäftigt, dass er immer wieder sagte: «so eine Gruppe habe ich noch nie erlebt». Er hat nicht nur allen seinen Gästen von uns erzählt, sondern wollte auch jedes Mal, wenn er an unsern Tisch kam mehr darüber wissen.

Lasst uns immer mehr wachsen und eins werden als Jünger, damit wir und die Welt immer mehr Gottes Wirken in Bestform erleben.

Herzlich, Anette Schütz

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