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Die Glocke, wie Gott durch sie zu mir sprach…

In den zwei Monaten, die ich diesen Sommer in Kanada verbringen durfte, hab ich nicht nur viel über Evangelisation und Jüngerschaft gelernt, sondern Gott hat mir auch einige persönliche Teachings gegeben. Eines davon möchte ich gerne mit Euch teilen.

In unserem Camp gab es eine Glocke, die immer dann läutete, wenn es entweder zu Essen gab, der Unterricht anfing oder wir sonst ein wichtiges Treffen hatten. Die Idee war, dass wir stets kurz nach dem Läuten am richtigen Ort waren. In den ersten Tagen habe ich das auch sehr gewissenhaft gemacht. Dann habe ich realisiert, dass viele das Ganze nicht so ernst nehmen. Da ich nicht immer rumstehen und warten wollte bin ich irgendwann auch immer etwas später gekommen. Das Leitungsteam musste mindestens 3x an uns appellieren, bis es dann geklappt hat. Beim letzten dieser Apelle hat Gott mich total überführt.

Wenn ich z. B. selbst im Küchenteam war, habe ich mich geärgert als die Leute nicht kamen und das Essen kalt wurde. Wenn dann aber andere gekocht haben, war ich auch nicht immer pünktlich… das war weder liebevoll noch wertschätzend für meine Geschwister, die ich doch von ganzem Herzen gern hatte.

Parallel dazu viel mir auf, dass ich bei den Straßeneinsätzen gegenüber Gottes Reden genau so reagiert habe und dadurch heilige Momente einfach verpasste. Ich hatte zum Beispiel einen Eindruck wie ich vorgehen sollte, hab mich nicht gleich getraut oder nicht grad reagiert und bis ich dann so weit war, war die Person nicht mehr dort oder die offene Tür schon geschlossen.

Auf einmal wurde mir so bewusst: „Wenn ich in diesen kleinen Dingen nicht treu sein kann, wie sollte Gott mir dann Größeres anvertrauen?“ Also habe ich vor Gott und vor den Leuten Busse getan.

Von da an durfte ich erleben, dass ich immer in Gottes Timing war. Ich traf ständig auf Leute, die vorbereitet waren. Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und die Glocke hat mich jeden Tag daran erinnert. Sie half mir im Kleinen treu zu sein und Gott konnte mir mehr anvertrauen. Was für einen wundervollen und treuen Gott wir doch haben.
«Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!» Mt. 25,21

Auch im Leitungsteam haben wir uns entschlossen wieder mehr auf die kleinen Dinge wie Pünktlichkeit und schnelles Reagieren auf Emails und Doodle-Umfragen zu achten und aus Wertschätzung gegenüber allen auf der Bühne unsere Unterhaltungen einzustellen wenn vorne etwas läuft.
Lass uns im Kleinen anfangen und gemeinsam darüber staunen was Gott uns alles anvertrauen wird. Bist Du dabei auch ohne Glocke?

Herzlich, Anette Schütz

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