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Was ist der Weg?

Was ist eigentlich der Weg, den wir gehen sollen als Jünger von Jesus? Pascal ist dieser Frage am Sonntag in seiner Predigt auf den Grund gegangen.

Der Weg, den unsere Gesellschaft uns vorgibt sieht etwa so aus: Wir werden geboren, wachsen heran, gehen in die Schule, machen eine Ausbildung oder ein Studium, gehen Beziehungen ein und heiraten vielleicht sogar. Wir bauen ein Haus, machen tolle Reisen, verdienen viel Geld und bekommen evtl. nebenher noch Kinder… Ist das der Weg?

Früher dachte ich immer Gottes Weg wäre, dass ich wiedergeboren wäre und dann mit Gott unterwegs bin, bis ich einmal sterbe und bei ihm bin. Nach und nach wurde mir bewusst, dass ich das Evangelium auch weitererzählen sollte und das Ziel wäre dann, dass darauf hin jemand wiedergeboren wird. Ich hab sogar noch Theologie studiert, um andere Christen besser unterstützen zu können und um besser argumentieren zu können mit Nichtchristen. Und in all dem hatte ich meine Kämpfe gegen Sünde und Frust und Überarbeitung. Ist das der Weg? Nein, der Weg der Jüngerschaft sieht ganz anders aus: Wir werden geboren, öffnen uns für das Evangelium, tun Busse und werden wiedergeboren und dann geht es erst richtig los. Wir sind Babys im Glauben, die zu Jungen Wilden heranwachsen und dann Väter und Mütter bzw. Mentoren werden, die Generationen von neuen Jüngern hervorbringen. Oder anders gesagt: „Was wir gehört und gelernt haben, geben wir weiter an solche, die es wieder weitergeben werden“ (frei nach 2 Tim 2,2).

Das ist alles? Nicht ganz, aber um den Rest kümmert sich Gott. In meinen 2 Monaten in Kanada durfte ich täglich erleben, was alles „nebenbei“ passiert, wenn wir uns ganz auf diesen Weg konzentrieren. Ich persönlich wurde von jahrelangen Ängsten befreit und Probleme an meinem Arbeitsplatz waren gelöst als ich heimkam. Andere erfuhren tiefe innere Heilung, machten gewaltige Befreiungsschläge, wurden von Krankheiten geheilt, bekamen mal schnell einen neuen Job angeboten und am Schluss durften wir sogar eine Hochzeit feiern. Halleluja, Gott versorgt.

Die Freude, wenn man Hebamme bei einer Wiedergeburt sein darf und dann erlebt, wie das Baby die ersten Schritte tut, ist unbeschreiblich. Wie viel gewaltiger muss es erst sein, wenn daraus auch Enkel und Urenkel geboren werden. Genau diesen Weg will ich gehen.

Welchen Weg wählst du und hast du dich schon auf den Weg gemacht? Pascals Predigt kann dir sicher bei der Entscheidung helfen.

Herzlich Anette Schütz

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