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Ströme lebendigen Wassers

Im September, vor knapp 2 Monaten, durfte ich das erste Mal predigen. Das war ein Highlight für mich. Ich überliess die Führung komplett dem Heiligen Geist und habe mich von ihm abhängig gemacht. Das hat er genommen und gebraucht. Viele Menschen wurden durch die Predigt von ihm berührt und angesprochen. Ich war überwältigt, wie Gott auch mich brauchen kann, um zu Menschen zu sprechen.

Danach kam eine schwierige Zeit für mich. Dem Feind hat dieser Erfolg nicht gefallen und er hat mich genau in den Punkten, über die ich gepredigt habe, versucht und geprüft. Immer wieder kam er mit der Frage: «Ja, diese Ströme lebendigen Wassers, von denen du gesprochen hast, wo sind sie nun? Ich seh gar keine Freude bei dir im Moment.» Und so ist irgendwie eine Schwere und Traurigkeit auf mein Leben gekommen, die mir für etwa 2-3 Wochen jede Lebensfreude genommen hat. Ich habe alles ausprobiert, um raus zu kommen. Proklamiert, gebetet, überlegt ob ich gesündigt habe, den Geist des Todes und der Depression weggewiesen, ja ihn sogar verflucht. Alles hat nichts genützt.

Das schöne in dieser Zeit war, dass ich nicht bitter gegen Gott geworden bin, sondern an seinem Herzen blieb. In seiner Gegenwart verspürte ich sogar Freude. Aber sobald ich in den Alltag zurück ging spürte ich nur noch die Schwere. Einen grossen Trost habe ich erfahren, als ich diese Not im Jesus Coffee Chat teilte. Viele haben für mich gebetet oder mich auf verschiedene Arten ermutigt. Das war sehr schön.

Schliesslich gingen wir Anfang Oktober mit zwei Familien nach Spanien in die Ferien und die Freude hätte riesig sein können. Aber sogar bis nach Spanien kam die Schwere mit. An einem Morgen habe ich einen Spaziergang zum Leuchtturm gemacht und mit Gott diskutiert. Plötzlich hat er mir Offenbarung geschenkt, was der Grund dieser Schwere war und das er sein Herz mit mir geteilt hat in dieser Schwere. Er schenkte mir auch Klarheit, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Und in dem Moment wusste ich auch, dass die Schwere nun weg sein wird. Und so war es auch. Auf einen Schlag war alles weg und ich war wieder froh und habe die Ferien in vollen Zügen genossen.

Nach den Ferien habe ich «per Zufall» im Johannes angefangen zu lesen und bin natürlich auch auf die Stelle gestossen, die mich schon mein Leben lang begleitet: «Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fliessen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.» Joh. 7,38-39 plötzlich verstand ich die Stelle zum ersten Mal. Ich hatte immer nur dem ersten Teil Beachtung geschenkt und mich gefragt, wo denn die Ströme vom lebendigen Wasser sind und wie ich sie produzieren kann? Aber nun hat mir Gott aufgezeigt, dass dies der Heilige Geist ist und wirkt. Ich habe realisiert, dass diese Stelle genau mich meint. Ich GLAUBE an Jesus wie die Schrift sagt, ich BIN erfüllt vom Heiligen Geist also FLIESSEN aus mir die Ströme des lebendigen Wassers. Das ist ein Fakt, eine Zusage, ein Versprechen.

Als ich dann ein paar Tage später zum Einkaufen fuhr und mir wieder die Frage durch den Kopf ging: «Aber im Moment habe ich wieder nicht so richtig Freude wie ich es auch schon gehabt habe. Wo sind die Ströme…!?», da hat der Heilige Geist klar gesprochen: «Miriam, immer wenn du die Ströme des lebendigen Wassers nicht spürst sind sie doch da. Sie SIND immer da, denn der Heilige Geist, also ich, lebe in dir. Prüfe, ob du deine Gedanken erneuern musst und einfach falsch über eine Situation denkst. Vielleicht musst du auch deine Gefühle verändern und dich für Freude entscheiden. Aber fest steht: du hast IMMER die Möglichkeit, in der Fülle zu leben. Denn in Joh. 10.10 steht: …. Ich bin gekommen, damit sie (also wir) das Leben haben und es im Überfluss haben.» Dafür ist Jesus gekommen. Dafür ist er (unter Anderem) gestorben. Du stehst nur eine Entscheidung davon entfernt, in der Fülle zu leben. Es liegt an dir!» Es wäre schade, wenn ich mich mit weniger als dem Maximum, das mir zur Verfügung steht, leben würde. Das will ich mir nicht entgehen lassen.

So hat mir Gott einen Schlüssel in die Hand gegeben, der es mir ermöglicht, immer in der Fülle zu leben. Immer die Ströme des lebendigen Wassers aus meinem Leben herausfliessen zu lassen. Und als Erinnerung trage ich diese Kette mit dem Schlüssel, die ich schon länger habe. Und im Geist sehe ich diesen Schlüssel in meiner Hand.

Und das Schöne ist, auch IHR Geisterfüllten, habt alle diesen Schlüssel in der Hand. Auch euch hat Jesus das Leben in der Fülle versprochen und auch aus eurem Leib fliessen Ströme des lebendigen Wassers. Wow, das ist so stark! Und das ist auch der Duft des Evangeliums, den die Leute um uns herum riechen und der sie anzieht. Und sie kommen zu uns und sie dürfen von dem Wasser kosten, das aus uns fliesst. Und wenn sie wollen, dürfen sie es auch richtig trinken und annehmen. Und dann, so verspricht es ihnen Jesus: «Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.» Joh. 4,14 Und so schliesst sich dieser wunderbare Kreislauf wieder und es geht weiter. Das ist Jüngerschaft.

Hey, wenn wir Jünger immer diese Freude, dieses Leben verbreiten, dann kann die Welt uns nicht wiederstehen. Denn danach sehnt sich jeder Mensch. Das ist so schön bei Jesus. Zuerst kümmert er sich um uns und unser Wohl, unsere Fülle, die wir brauchen. Und dann, wenn wir übersprudeln gibt es genug, um es weiter zu geben. Wir haben im Überfluss und können nicht anders als es mit der Welt teilen. Hier gehts zur Botschaft «Leben im Geist – mein Weg dorhin».

Sei reich gesegnet in dieser Woche mit dem Bewusstsein, dass die Ströme des lebendigen Wassers auch aus dir fliessen!

Miriam Crisafi

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