Noch keine Kommentare

Mit Gott reden

Die wichtigste Zeit in unserem Alltag, die wir als Kinder Gottes haben, ist die persönliche Zeit mit unserem Vater im Himmel. Diese Zeit ist sehr umkämpft und wenn wir ihr nicht die höchste Priorität geben, geht diese sehr schnell unter. Wie oft habe ich schon gedacht, dass ich dann auf dem Weg zur Arbeit noch kurz mit Gott rede und somit „nachhole“, wozu ich am Morgen keine Zeit mehr hatte. Und als ich dann im Bus war, traf ich „zufällig“ jemanden den ich kenne, musste „dringend“ noch schnell eine Nachricht auf meinem Handy beantworten oder sah gerade die Zeitung auf dem Stuhl liegen, in der ich nur noch „kurz herumblättern“ wollte – und schon musste ich aussteigen, ohne mit Gott geredet zu haben.
Ganz anders sehen die Tage aus, an denen ich am Morgen als erstes Zeit in Gottes Gegenwart verbracht habe. Ich konnte eintauchen in sein Wort, mit ihm über den Tag reden und ihm alles bringen, was mich beschäftigt.
Wenn ich aus dieser Ruhe hinaus aus dem Haus gehe bin ich auf dem Weg zur Arbeit oft noch am Beten. Auch im Laufe des Tages bin ich immer wieder im Gespräch mit Gott und zudem viel sensibler auf das Reden des Heiligen Geistes. Erst vor kurzem war ich unterwegs und bin an einer Frau vorbei gegangen, die mit einem Halskragen auf ihrem Rollator sass. Da kam der Gedanke, das leise Reden des Heiligen Geistes, dass ich sie ansprechen soll. So bin ich nochmals zurück gegangen und fragte sie, ob ich für sie beten darf. Sie lehnte dankend ab und sagte, dass sie Jüdin sei – und schon waren wir im Gespräch über den Gott von Abraham, Isaak und Jakob, den sie selbst fast nicht kannte. Sie war tief berührt, dass ich mir für sie Zeit genommen habe, da sie als Jüdin immer wieder viel Feindseligkeit erfahren hat.
Am Ende des Gespräches ermutigte ich sie, selber einmal im Tanach, dem jüdischen Alten Testament, zu lesen, um Gott kennen zu lernen. Auch ich war sehr ermutigt nach dieser Begegnung, in der Gott mich gebraucht hat, um jemandem zu begegnen.
Wenn wir uns die Zeit nehmen, um an den Füssen von Jesus zu sitzen und mit ihm zu reden, dann führt er uns im Alltag und wir werden Frucht bringen. Ohne die Verbindung zu ihm sind es tote Werke, die sehr viel Kraft rauben und anstrengend sind. Wenn die Werke aus der Beziehung zu ihm fliessen, werden wir dabei selber gestärkt.
Genauso, wie ich es erlebt habe in der Begegnung mit dieser Frau. Ich segne euch mit tiefen Zeiten am Vaterherz Gottes, in denen ihr erfrischt und gestärkt werdet. Ich bete für uns alle, dass wir immer sensibler werdet auf die Führung des Heiligen Geistes und so die vorbereiteten Werke in eurem Alltag tut und viel Frucht bringt.
Hier geht es zur Botschaft: «Mit Gott reden» von Hansjörg Stadelmann
Lieber Gruss, Mirjam Jäger

Kommentar schreiben


© 2019 city church Zürich | Impressum | Datenschutz