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Brille gleich Sehhilfe?

Nicht immer ist das, was uns als Hilfe angeboten wird, auch wirklich eine Hilfe.  Gott gibt uns durch sein Wort und sein Reden eine sehr klare Sicht und doch versuchen wir immer wieder trotzdem eine Brille aufzusetzen. Wieso eigentlich? Weil es manchmal der gemütlichere und schmerzfreiere Weg ist. Susanne hat uns dies in ihrer Predigt am Sonntag durch ganz viele geniale Beispiele und Zeugnisse verdeutlicht.
Wenn wir zum Beispiel  immer die Brille des Vergleichens anhaben können wir Menschen ganz schnell in Schubladen einteilen und müssen uns nicht tiefer auf sie einlassen. Allerdings verhindern wir dadurch nicht nur gute Begegnungen oder sogar Freundschaften.

Wir können dadurch auch die Liebe des Vaters nicht erkennen, da wir ständig zwischen Stolz und Minderwert hin und her schwanken. Wenn wir durch eine Brille schauen, die uns immer nur zeigt, dass wir bemitleidenswert und arm und ungerecht behandelt, also immer das Opfer sind, finden wir einfach Menschen, denen es genau so geht. Sie verstehen uns und wir fühlen uns nicht mehr allein. Allerdings drehen wir uns dabei im Kreis und befinden uns meist in einer Abwärtsspirale. Wenn wir jedoch den Mut haben, die Brille abzusetzen und Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, sehen wir, wo wir wirklich stehen. Das tut zwar weh, aber erst jetzt sehen wir den Weg aus der Situation heraus, den Gott für uns bereithält. Dankbarkeit hilft uns dann auf dem Weg zu bleiben.

Die Brille des Unglaubens erlaubt uns ein „stressfreies“ Leben. Wir erwarten nichts von Gott, hören auf im Glauben zu handeln und werden träge. Zwar erleben wir dementsprechend auch nichts mehr mit Jesus, aber dafür haben wir unsere Ruhe.  Wenn wir aber trotz schlechter Erfahrungen oder Verletzungen bereit sind diese Brille abzusetzen zeigt Gott uns eine ganz neue Welt. Wir heilen Menschen, wir treiben Dämonen aus und predigen das Evangelium, wir laufen auf dem Wasser und können täglich staunen über Gottes Güte, Stärke und Souveränität. Nicht nur unser Glaube nimmt so exponentiell zu, sondern auch Freude und Energie werden zu unseren ständigen Begleitern.

In den letzten Wochen durfte ich einige Brillen absetzen, unter anderem die des Unglaubens. Ich habe Gott meinen Unglauben bekannt und Busse getan und jetzt kann ich immer häufiger zuschauen, wie durch meine Gebete Menschen geheilt werden und Dämonen weichen… Noch trage ich im Natürlichen eine Brille, aber ich glaube es kommt die Zeit, in der ich auch die nicht mehr brauchen werde. Wahrscheinlich wird es dadurch passieren, dass einer meiner Glaubensgeschwister auch seine Brille des Unglaubens abgelegt hat. Es ist ein riesen Privileg mit euch auf diesem spannenden Weg unterwegs zu sein, und ich freu mich auf all das was wir noch sehen werden OHNE BRILLE.
Hier gehts zur Botschaft: Sehen ohne “Brille” — Teil 2 von Susanne Wespi

Herzlich Anette Schütz

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