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Licht oder Laune

„Ihr seid das Licht der Welt…“ sagt Jesus über uns in Mt 5,14. Ich finde es fantastisch, dass wir diese Verheißung Gottes jetzt in der celebration genauer unter die Lupe nehmen. Wir sind Licht, das ist unsere Bestimmung. Und um dieses Bild für uns greifbarer zu machen hat Hansjörg uns in den letzten beiden Wochen vor Augen gehalten, dass die einfachste Form des „Licht-seins“ die Freundlichkeit ist. Das griechische Wort für Freundlichkeit ist χρηστοτης (chrestotes). Dieses Wort spricht aber weniger davon, immer und überall ein Lächeln aufzusetzen, sondern es geht viel tiefer und umschreibt eine Einstellung oder Handlung, die gut/gütig, hilfreich, nutzbringend und voll selbstloser Liebe ist, etwas wie das Verhalten des „Barmherzigen Samariters (Luk 10,25ff).“ Im 1 Korinther heißt es sogar: „die Liebe ist freundlich“.
Es gibt also einen riesen Unterschied zwischen einer aufgesetzten Freundlichkeit, der wir oft im Dienstleistungssektor begegnen (und deren Motivation der Profit, die Anerkennung ect. ist) und der Freundlichkeit Gottes.Die erstgenannt funktioniert genau so lange, bis sie ihren Zweck erfüllt hat und es uns gut geht. Gottes Freundlichkeit hingegen bleibt immer gleich.
Jeder Mensch hat seine Launen, der eine mehr, der andere weniger. Leider ertappe auch ich mich immer wieder dabei, dass ich mehr launisch als Licht bin. Hat Gott bei mir einen Fehler gemacht, oder gilt seine Verheißung nicht für mich? Paulus würde jetzt wahrscheinlich sagen: „Das sei fern!“ oder auf die heutige Zeit übersetzt: „Nein, Anette, da hast Du aber etwas ganz falsch verstanden“. GOTT IST NIEMALS LAUNISCH, Gott sei Dank  und das Geheimnis vom Licht sein liegt in unserer letzten Predigtserie: „Richte Deinen Blick auf Jesus“. Wenn mein Fokus auf Gott ist und ich so viel Zeit mit ihm verbracht habe, dass ich mir meiner Identität und Erlösung bewusst bin und dadurch mein Liebes- und Freundlichkeitstank aufgefüllt ist, BIN ich freundlich und BIN ich Licht.

Jeden Sonntag begegne ich in der Celebration so viel von dieser Freundlichkeit, so viel LICHT und manchmal denke ich mir: schöner kann es nicht mehr werden… oder doch? Was wäre, wenn jeden Sonntag Menschen, die in der Finsternis sitzen mit uns in diese Licht eintauchen könnten? Was wäre, wenn wir diese Licht immer und überall an jeden finsteren Ort in unserem Umfeld tragen würden. Ich weiß, genau dafür hat Gott uns berufen und deshalb ist Jesus auf diese Welt gekommen (Joh 12,46) „damit jeder, der an mich (Jesus) glaubt, das Licht hat und nicht in der Finsternis bleibt. Sei reich gesegnet mit einer alles ausfüllenden Zeit mit Gott und vielen Möglichkeiten Gottes Freundlichkeit weiterzugeben.
Love Anette

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