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Ein unerwartetes Geschenk

Hast Du auch manchmal das Gefühl, dass je mehr du versucht viel Zeit mit Gott zu verbringen, desto mehr kommt dazwischen?
Vor 2 Wochen hatte ich genau so ein Erlebnis. Am Dienstag musste ich viel länger arbeiten als normal. Ich kam spät heim und wollt nur noch etwas Essen und ins Bett. Normalerweise „plaudere“ ich abends immer noch etwas mit Gott und eigentlich wollte ich noch ein paar Sachen für Mittwoch vorbereiten, da wir uns da immer im erweiterten Leitungsteam in der city church treffen. Am Mittwoch stand ich dann extra früh auf. Wie es so ist, stand ich total verschlafen, viel zu lange vor dem Kleiderschrank, bis ich mich zu einer Outfitentscheidung durchringen konnte, in der Küche gab es noch eine Spülmaschine die ausgeräumt werden wollte, und die Entscheidung, ob und was ich frühstücken sollte dauerte nur wenig kürzer als die vor dem Kleiderschrank …
Dann fiel mir plötzlich ein, dass ich noch ein dringendes Mail fürs Labor schreiben wollte und noch etwas raussuchen musste, dass ich jemand im Team mitbringen sollte. Inzwischen war das Frühstück aus Zeitgründen gestrichen und meine Zeit mit Gott reduzierte sich auf einen Worshipsong. Innerlich war ich total unruhig, aber körperlich fühlte ich mich noch immer im Halbschlaf und total schlapp. Und so stolperte ich aus dem Haus, hetzte zur Tramhaltestelle nur um dort meinem gerade abfahrenden Tram hinterherzuwinken.
Oh, nein! Frustriert setzte ich mich ins nächste Tram und zog mein Handy heraus um bescheid zu geben, dass ich etwas später kommen würde. Das Hany blinke ganz wild. Ich hatte es am Vortag kein einziges Mal in der Hand gehabt (ja, so Menschen gibt es auch heute noch J) und daher die eingegangenen SMS gar nicht bemerkt. Hansjörg hatte geschrieben, dass wir uns heute erst um 10 Uhr treffen.

Wow, super! Ich verließ das Tram noch schneller als ich es betreten hatte und machte mich wieder auf den Heimweg. Dort ließ ich mir einen Kaffee aus der Maschine, kuschelte mich in meine Decke aufs Sofa und da war sie… die RUHE nach der ich mich seit gestern gesehnt hatte. Alles war erledigt und ich hatte einfach 2 geschenkte Stunden Zeit. Geschenkt, von wem? Ich hatte da so einen Verdacht. Ich nahm einen großen Schluck Kaffee und begann Gott zu danken und ihn anzubeten. Auf einmal war er so nah, seine Liebe im ganzen Raum spürbar. Ich hatte fast den Eindruck als hätte er schon die ganze Zeit auf mich gewartet nur um mich mal wieder in den Arm zu nehmen. Aller Stress und jedes Problem schienen plötzlich total irrelevant. Zwei geschenkte Stunden, die viel mehr waren, als eine kurze Ruhepause. Es war eine total unverdiente, erfüllende, ermutigende und schließlich total fröhliche Begegnung mit meinem Vater im Himmel. In dem allen wurde mir bewusst, dass Gott eigentlich schon gestern Abend parat gewesen wäre. Was für ein riesen Privileg, dass wir in Gottes Ruhe eintauchen dürfen und zwar HEUTE (Heb 4,7). „Setzen wir also alles daran, an dieser Ruhe teilzuhaben…“ (Heb 4,11).
Ist Deine Zeit mit Gott auch manchmal umkämpft und du sehnst dich nach seiner Ruhe? Dann hör doch mal in Hansjörgs Predigt vom Sonntag rein. http://www.citychurch.ch/preach/12-12-09.mp3

Ich wünsch Dir viele ermutigende und kraftvolle Begegnungen mit unserem Vater im Himmel.

Alles Liebe Anette

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